Neue Arbeitswelten mit KI

Verheißungen und die Realität

Die Verheißungen der zigfachen Steigerung von Produktivität, Effizienz und Umsatz durch KI klingen verlockend. Analysiert man die Realität in den Organisationen, erkennt man, dass dies nur in vereinzelten Fällen zutrifft. Die Implementierung von KI-Tools allein bringt noch keinen oder keinen nennenswerten Nutzen. Seriöse Studien belegen dies. Nahezu alle Unternehmen (genannt wird die Zahl von 95 Prozent) verbuchen keinen messbaren Erfolg. Der Einsatz von KI führt oft zu Mehrarbeit, weil die Outputs fehlerhaft sind; der sogrannte KI-Müll kostet Unternehmen Millionen, All das hat erhebliche negative Auswirkungen auf Unternehmenskultur, Teamgeist und Motivation der Mitarbeitenden.

Wirkung von KI auf die Arbeitswelt

KI ist nicht einfach eine weitere Software oder ein Tool. Sie verändert die Arbeitswelt auf einer grundlegenden, übergeordneten Ebene. Ein zentraler Aspekt ist eine neue Arbeitsteilung zwischen Mensch (Führungskraft, Mitarbeitende) und Maschine (hier: KI-Technologien). Für eine Führungskraft ist es deshalb wichtig zu verstehen, welchen Einfluss KI haben kann und die Möglichkeiten, Chancen und Risiken zu erkennen, die für sie und ihre Mitarbeitenden mit dem Einsatz von KI verbunden sind. Die Nutzung von KI im Arbeitsalltag wirkt sich auf die Führungsaufgaben aus, auf das Treffen von Entscheidungen, auf Zusammenarbeit und Teamwork.

An den Erfolgshebeln ansetzen

  • Für die Führungskraft ist es essenziell, das Kompetenz-Management neu zu justieren. Zu diesen Kompetenzen gehört auch ein gelerntes und geübtes kritisches Hinterfragen der Ergebnisse („Output“) von KI-Systemen. Denn oft tendieren Menschen (auch Führungskräfte!) aus unterschiedlichen Gründen dazu, Ergebnisse einer KI einfach zu akzeptieren und unreflektiert damit weiterzuarbeiten. Darüber hinaus muss man sensibilisiert sein für die sogenannten „Biases“, die sowohl der Mensch als auch die KI haben (nur mit erheblichen Unterschieden).
  • Die Rolle und Verantwortung von Führungskräften und Mitarbeitenden verändern sich ebenso wie die Zusammenarbeit (Führungskraft und Team, Mitarbeitende untereinander).
  • Werte (Ethik) und Prinzipien in der Führung und der alltäglichen Arbeit gewinnen eine neue Bedeutung, es braucht einen sicheren Führungs- und Arbeits-Kompass.
  • Wie kann die Führungskraft in dem neuen Umfeld (mit KI) zeitgemäß führen und die Kontrolle behalten? Hierzu behandeln wir u.a. die Themen Fehlerkultur – Vertrauen – Kontrollüberzeugung in der Zusammenarbeit Mensch mit Mensch und Mensch mit Maschine (hier: KI).
  • Ein weiterer Hebel ist die konkrete Gestaltung des Führens mit KI, denn hier sind die Werte, Prinzipien und Kompetenzen des Emotional Intelligenten Führens entscheidend.
  • Führungskräfte erleben tagtäglich, wie schwer es fällt, Veränderungen zu akzeptieren, das eigene Denken und Handeln zu ändern. Sie erleben die Diskrepanz in der Begeisterung zwischen der Nutzung digitaler Technologien & KI (z.B. ChatGPT) im privaten Alltag und im Arbeitsalltag. Das, was wir hier beobachten, ist menschlich. Die Frage, die im Fokus steht: wie kann die mit der zunehmenden Digitalisierung und KI-Nutzung verbundene Veränderung gelingen und zumindest mehrheitlich Freude machen und zum gewünschten Erfolg führen? Denn KI bringt viele wertvolle Vorteile, neue Möglichkeiten und Chancen mit sich: für die Führungskraft, die Mitarbeitenden und für die „Kunden“.
  • Das Problem jedoch ist: Einsicht in die Notwendigkeit einer Veränderung ist noch keine Motivation zur Veränderung. Wie kann dieses wichtige Vorhaben gelingen, wenn jeder bereits viel zu viel zu tun hat? Woher die Motivation und das Engagement nehmen, etwas zu ändern? Wie können die Mitarbeitenden für die Zusammenarbeit mit KI gewonnen werden? Wie bleiben Mitarbeitende motiviert und engagiert, wenn KI ihnen die Aufgaben (und die Verantwortung abnimmt? Motiviert die neuen Herausforderungen im Kontext von Digitalisierung und KI zu meistern ist hier der Fokus. Die Führungskräfte gewinnen darüber hinaus einen fundierten Einblick sowie ein tiefes Verständnis der wichtigsten Prinzipien der Motivation und Selbstmotivation. Sie erhalten über das relevante Wissen hinaus fundierte Methoden und Instrumente für ihre tägliche Führungsarbeit.